• Simon Gisler

Unsere Ernährung neu denken


Die negativen Folgen von Covid-19 beschäftigen uns schon lange. Corona hat aber auch einige «positive» Auswirkungen. Beispielsweise haben während des Lockdowns im letzten Frühling die lokalen Hofläden in Rickenbach und auch in vielen anderen Gemeinden dadurch einen hohen Zulauf erlebt. Viele kauften plötzlich wieder beim Bauernhof um die Ecke. Sobald der Lockdown zu Ende war, gingen die Verkäufe vielerorts jedoch wieder zurück.


Aus Sicht der Nachhaltigkeit wäre es wichtig, diesen Trend beizubehalten. Denn unsere Ernährung hat grosse Auswirkungen auf die Umwelt, das Klima und unsere Lebensqualität. Sie verursacht ein Drittel der Umweltbelastung und 20 Prozent der Treibhausgasemissionen unserer konsumierten Güter. Die Landwirtschaft und damit verbunden ein gesunder Boden, sauberes Wasser, gerechte Arbeitsbedingungen und nachhaltige Lebensmittel sind für alle Menschen eine essenzielle Lebensgrundlage. Leider wird der landwirtschaftlichen Tätigkeit und den daraus erzeugten Produkten oft keine gebührende Wertschätzung mehr entgegengebracht. Wir haben die Verbindung zu unserer Umwelt verloren, wissen nicht mehr, welcher Wert dem Kultivieren unserer Lebensmittel zugeschrieben werden sollte und sind so nicht mehr bereit, faire Preise zu bezahlen. Im Grossverteiler kaufen wir täglich viel zu viele günstige Lebensmittel. Werbung verspricht uns, mit einem gekauften Bioprodukt die Welt gerettet zu haben. Gleichzeitig werfen wir über 60% unseres produzierten Gemüses weg und spritzen jährlich 1400 Tonnen Pestizide auf unsere Felder. Währenddessen “sterben” täglich drei bis vier Bauernbetriebe weg.


Was können wir also tun, um dieser Spirale zu entkommen? Es gibt bereits verschiedenste Ansätze und engagierte Pioniere, welche unsere Ernährung zukunftsfähig gestalten. Viele dieser Lösungen stärken die Bindung zwischen Konsumenten und Produzenten, schaffen Transparenz und mehr Planungssicherheit für die Bauern. Von Gemüseabonnements über Hofladenverbunde, Automatensysteme bis zur Mitarbeit der Konsumenten im Hofbetrieb gibt es zahlreiche Alternativen.


Anfang 2021 werden wir einige dieser Alternativen in unseren Gipfelstürmer Programm Workshops in Rickenbach ZH und Küsnacht vorstellen und gemeinsam mit lokalen und schweizweiten Experten aus dem Netzwerk der nachhaltigen Ernährung diskutieren, wie lokale Ernährungssysteme hin zur Kreislaufwirtschaft ausgebaut werden können.


Die Veranstaltungen sind offen für alle interessierten Gemeinde-BewohnerInnen.

Seien Sie dabei und gestalten Sie die Zukunft Ihrer Gemeinde mit. Gemein(d)sam stürmen wir den Gipfel in Richtung Nachhaltigkeit.



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