Was packen wir in den Rucksack ? 

Das Gipfelstürmer Programm bearbeitet vielfältige Aspekte, die einen nachhaltigen Lebensstil ausmachen. Folgende Themen und Praktiken werden durch das Workshop-Konzept umgesetzt.

 Konsumverhalten 

Weshalb konsumieren wir? Wie viel Konsum ist nötig? Was beeinflusst unser Konsumverhalten? Macht Konsum glücklich? Diese Fragen sind essentiell in Bezug auf unser bewusstes und unbewusstes Verhalten in der globalen Wirtschaft. Gibt es alternative Konsum- und Wirtschaftsmuster und wie schaffen wir nachhaltige Angebote? Wie kann die Gemeinde ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell fördern? Diese Fragen behandelt das Gipfelstürmer Programm und motiviert die Teilnehmenden ihren Lebensstil zu überdenken und individuell anzupassen.​

 Ernährung 

Nahrung und Lebensmittelproduktion sind Faktoren mit starker Hebelwirkung, wenn es darum geht, unseren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Die Art und Weise, wie wir Nahrung produzieren und konsumieren hat grosse Auswirkungen auf Mensch, Tier und Klima. Die Nahrungsmittelindustrie hat bewiesen, dass es relativ einfach ist, neue Ernährungsmuster und Lebensmittel-Bewegungen einzuführen. Nun gilt es, die nachhaltigen Trends wie Lokalität, Permakultur, Bio, Fair-Trade, Food-Waste-Reduktion etc. zu fördern und zu festigen. Die GiP-Workshops bieten verschiedenste Ansätze dafür, wie Ernährung lokal nachhaltig und mit gemeinschaftlichem Ansatz umgesetzt werden kann.​

 Mobilität 

​Mobilität ist ein Themenbereich, der stark im Brennpunkt der Nachhaltigkeits-Debatte steht. Auf dem Arbeitsweg, beim Einkauf und auf der Reise in die Ferien wählen wir oft das schnellste und  günstigste Transportmittel. Wir beleuchten die Auswirkungen der Wahl verschiedenster Transportmittel auf Umwelt und Klima. Dazu stellen wir einen spezifischen Fussabdruck-Rechner vor, der nicht nur pauschal den CO2-Ausstoss berechnet, sondern auch andere Aspekte der modernen Mobilität einbezieht. In den GiP-Workshops erfahren GemeindebewohnerInnen, welche nachhaltigen Transportmittel ihnen zur Verfügung stehen, und wie sie ihre Mobilität in Zukunft innovativ gestalten können.

Wohnen, Energie, Wasser

Wie wir wohnen und welche Ressourcen wir dabei verbrauchen beeinflusst massgeblich den persönlichen CO2-Fussabdruck, insbesondere der Menschen in den kühleren Klimazonen. Bisher wurde der Faktor Energie sehr stark gewichtet, jedoch müssen Lösungen für zukünftige Wohnformen auch Wohnflächenverbrauch, Baumaterialien und Wasserkreisläufe miteinbeziehen. ​

 Wirtschaft & Soziales 

Wie soll eine gute Versorgung in Zukunft aussehen? Braucht es nur noch automatisierte Abläufe und Künstliche Intelligenz, die unser Leben komfortabler machen oder braucht es vermehrt sozial ausgerichtete Ansätze für die Wirtschaft und Gesundheit in der Gemeinde? Wie stärken wir unser lokales System gegen globale Krisen? Unser Programm schlägt Lösungen für eine partizipative Gemeindelandschaft vor, die Trends wie der Digitalisierung auf Augenhöhe begegnet.

 Arbeit & Freizeit 

Wie soll ein gutes Zusammenleben in Zukunft aussehen? Wie und wo arbeiten wir? Sind wir auf den Wandel im Arbeitsmarkt vorbereitet und welche Freizeitangebote gestalten wir, die sich darauf ausrichten? In diesem Themenblock werden verschiedene bereits erprobte Konzepte nachhaltiger Arbeitsmodelle und Freizeitgestaltungen auf Gemeindeebene vorgestellt und getestet.​

 Hygiene & Gesundheit 

​Eigene Hygiene-Produkte zuhause umweltfreundlich herzustellen ist einfach und günstig. Doch wir haben verlernt, dass Hygiene nicht nur mit Putzsprays, Parfüms und vermeintlich sterilen Umgebungen zu tun hat, sondern relativ banalen Grundprinzipien folgt. Die GiP-Workshops zeigen auf, was gesunde Hygiene ist und wie mit natürlichen Seifen, Antiseptika und Entkalkern eine gesunde und umweltfreundliche Sauberkeit erreicht werden kann. Wir bieten Praxis-Tipps und fördern Personen und Unternehmen, die natürliche Hygieneprodukte für die Gemeinschaft herstellen. ​